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Der Weg zur Selbstliebe

Wir hören und lesen es so oft: Wir sollen uns selbst lieben. Dies sei der Schlüssel zum Glück. Wenn wir uns selbst liebten, komme der Rest von ganz allein. Erfolg, der richtige Partner und ein wunderbares Leben.

Aber was ist Selbstliebe? Was bedeutet es? Und wie kommen wir dorthin?

Ich arbeite schon lange an der Liebe für mich selbst. Und denke, dass ich rückblickend schon wirklich weit gekommen bin. Und doch holen mich die Zweifel immer wieder ein.

Seit einiger Zeit komme (oder begebe?) ich mich des Öfteren in Situationen, in denen es mir wirklich schwer fällt, liebevoll mit mir zu sein. Da kommen alte negative Glaubenssätze hoch und ich spüre, wie oft ich in die alten Muster falle, mich zu verurteilen, mich zu vergleichen und abzuwerten.

Und ich frage mich dann, wo ist die Selbstliebe geblieben? Wo versteckt sie sich? Und wie finde ich sie wieder?

Wenn ich in der Krise stecke, kann ich darauf erst mal keine Antwort geben. Und Tools wie positive Affirmationen, Dankbarkeits- und Achtsamkeitsübungen haben auch nur wenig Linderung verschafft. Wobei ich diese auf keinen Fall missen möchte. Ich weiß nämlich nicht, wie es mir gehen würde, wenn ich dies nicht täglich tun würde.

Ich denke jedoch, dass mich Krisen darauf aufmerksam machen wollen, alte Dinge erneut aufzulösen. Dinge, von denen ich dachte, ich hätte sie schon überwunden. Negative Glaubenssätze, die ich natürlich alle schon kenne, noch einmal genauer zu betrachten und mich mit ihnen zu beschäftigen.

Immer wieder kommt z.B. die Überzeugung, als Mutter perfekt sein zu müssen. Und dann die Ernüchterung, dass ich es eben nicht bin.

Im vergangenen Urlaub mit der Patchworkfamilie habe ich das wieder sehr deutlich gespürt. Dass mich Dinge überfordern, dass ich nicht immer empathisch bin und auch nicht immer Lust habe zu spielen. Dass ich nicht immer ruhig und ausgeglichen, fröhlich oder gelassen bin. Sondern dass es mir auch mal zu viel wird, ich laut werde und dringend Dinge brauche, die mir gut tun. Dass ich an meine Grenzen komme und mich erschöpft fühle. Und vor allem: Dass ich mir schlecht zugestehen kann, dass dem so ist. Weil dann bin ich ja nicht perfekt.
Und das auch noch im Urlaub! In dem ja alles entspannt und harmonisch sein muss. Aus dem man erholt und voller neuer Energie zurückkommen sollte.

Ich hingegen kam zurück und hatte das Gefühl, versagt zu haben. Die Zeit nicht genutzt und keinen erholsamen Urlaub verbracht zu haben.

Was mache ich nun mit dieser Erfahrung?

Als erstes nehme ich sie so, wie sie ist. Ich erkenne meine Gefühle an. Ich sehe, dass ich im Urlaub häufig genervt, erschöpft und unausgeglichen war. Ohne Wertung.

Dann erspüre ich, was ich gebraucht hätte. Ich weiß, dass mir mehr Ruhe, mehr Natur und mehr Entspannung gut getan hätten.

Und damit komme ich auch wieder zur Selbstliebe.
Ich verstehe jetzt, dass Selbstliebe heißt, gut für mich zu sorgen. Meine eigenen Gefühle und Bedürfnisse wahr- und ernst zu nehmen. Und nicht nur die der anderen. Dass ich früher meine Grenzen setzen und mir Raum für mich nehmen will.

Selbstliebe bedeutet also nicht, alles an sich selbst toll finden zu müssen. Und zu jeder Zeit restlos mit sich zufrieden sein zu müssen.

Selbstliebe bedeutet, sich zu akzeptieren, wie man ist. Ohne sich zu bewerten.

In meinem Fall bedeutet es zu akzeptieren, dass ich eine Mutter bin, die auch Zeit für sich braucht, regelmäßige Pausen, einen Ausflug ins Grüne, einen leckeren Kaffee und viel Struktur.
Und dass das in Ordnung ist. Und ich weiß, dass wenn ich diese Dinge für mich tue und bekomme, ich auch ausgeglichen, fröhlich und empathisch mit meinen Kindern sein kann. Dann spiele ich sogar gerne.

Diese Erkenntnis hat nun einige Tage gedauert und war ein Prozess. Und mein Fazit ist:

Selbstliebe ist Selbstfürsorge. Selbstfürsorge ist Selbstliebe.

Im nächsten Urlaub werde ich also ganz genau darauf achten, wie es mir geht und schon im Vorfeld überlegen, was ich mir dort Gutes tun kann, um den Urlaub und die Zeit mit den Kindern auch wirklich genießen zu können.

Wenn du auch manchmal das Gefühl hast, deine Selbstliebe verloren zu haben, unterstütze ich dich im Coaching gerne dabei, diese wiederzufinden.

Was bedeutet Selbstliebe für dich? Schreibe es gerne in die Kommentare.

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